Alleine Bergsteigen: Der Solo-Trend im Bergsteigerjahr 2018 | Bergauf-Bergab


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    Dauer: 4:34

    Alleine Bergsteigen, Solo in der Natur oder so schnell, dass kein anderer folgen kann: Für "Bergauf-Bergab" blickt Kathrin Denk zurück auf das Bergsteigerjahr 2018 und zeigt, welche Trends momentan den Alpinismus prägen. Neben anspruchsvollen Solo-Expeditionen von Spitzenalpinisten wie David Lama oder Hansjörg Auer, Speed-Begehungen vom El Capitan bis zum Watzmann geht es auch um Skibefahrungen an 8000ern.

    Solo, alleine und manchmal auch einsam. Aber aus eigener Kraft, „by fair means“. So ein Abenteuer hat sich Robert Jasper zu seinem 50. Geburtstag geschenkt. Sein Weg: durch Grönlands Wildnis, voller großer und kleiner Herausforderungen. Sein Ziel: Eine Bergkette mit dem Namen „Fuchsgebiss“. Der Lohn für 28 Tage Einsamkeit? Eine Erstbegehung im 9. Grad und eine Bereicherung fürs Leben.

    Noch einer, der wissen wollte, wie es sich anfühlt, ganz alleine, ganz weit oben zu sein: Hansjörg Auer. Er war solo unterwegs am 7000er Lupghar Sar.

    Auf die einsame Spitze trieb es auch David Lama. Am Lunag Ri war er schon drei mal und er war drei mal gescheitert. Drei Tage kämpfte er sich durch Dimensionen aus Eis und Schnee und dieses Mal war sein Bemühen von Erfolg gekrönt.

    Kein klassischer Alleingänger, aber alleiniger Inhaber des Wetterglücks war Luis Stitzinger. Geduldig genug, war er zur richtigen Zeit am richtigen Ort und erreichte so den Gipfel des Gasherbrum I - Glückwunsch zum achten Achttausender!

    Eine ganz andere Art des Alleinseins pflegt Anton Palzer. Der „Doni“ ist schlicht so schnell, dass ihm keiner hinterherkommt. Die Watzmannüberschreitung, für die viele zwei Tage brauchen, meisterte der Ramsauer in „atem-raubenden“ drei Stunden und sechs Minuten.

    Auf den Fersen ist ihm da ausgerechnet ein Berchtesgadener: Philipp Reiter. Er hat sich dieses Jahr den anderen Klassiker am Hausberg seiner Heimat vorgenommen und die Watzmann Ostwand im Geschwindigkeitsrausch durchstiegen. Das Ergebnis: eine neue Bestzeit.

    Fast auf die Minute genau so lang brauchte der Schweizer Dani Arnold für seine dritte große Nordwand. In nur 2 Stunden und 4 Minuten durchstieg er eine der drei berühmten Nordwände der Alpen - den Walkerpfeiler an der Grandes Jorasses in Chamonix.

    Die Nose am El Capitan ist allerdings die berühmteste Rennstrecke des Speed-Bergsteigens, wo vor elf Jahren die Huberbuam den Geschwindigkeitsrekord aufstellten: Zwei Stunden und 45 Minuten brauchten sie für die legendäre Bigwall. Im Juni setzte kein geringerer als Alex Honnold eine sensationelle neue Marke. Zusammen mit seinem Freund Tommy Caldwell knackte er die Zwei-Stunden-Marke!

    Nicht ums Rauf-, sondern ums Runterkommen ging’s dem Polen Andrzej Bargiel. Und nicht zu Fuß, sondern auf seinen Skiern. Er ist der erste Mensch, dem die komplette Skiabfahrt vom Gipfel des K2, dem zweithöchsten Berg der Erde, gelang.
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    Autor: Kathrin Denk

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